2009 Projektierung | 4. Platz
Ausgangslage
An prominenter Eingangssituation in Arosa steht die 30 Jahre alte Eishalle Ochsenbühl. Durch die nach und nach entstandenen Umbauten und Erneuerungen ist ein heterogenes/vielfältiges Geflecht von Nutzungen und Materialien entstanden.
Um den heutigen Anforderungen an den Betrieb der Eishalle, sowie einer Mantelnutzung für Arosa Tourismus und einer Seminar- und Kongressnutzung gerecht zu werden, soll die Anlage erneuert bzw. erweitert werden.
Volumetrie
Die bestehende Eishalle Ochsenbühl wird an der Ostseite durch einen markanten identitätsstiftenden Anbau erweitert. Zwei ineinander greifende Baukörper bilden die Erweiterung für den grossen Kongresssaal, Seminarräume und Büros. Mit der klaren Formensprache bildet der Neubau städtebaulich eine neue Eingangssituation. Das Volumen wächst aus der Halle und spannt mit dem bestehenden Hotel Valsana ein Tor auf. Der auskragende Kongresssaal im 1.Obergeschoss erzeugt eine repräsentative Eingangssituation im Erdgeschoss. Der vorgelagerte öffentliche Vorplatz ermöglicht den freien Zugang zum Gebäude und stellt auf grosszügige Weise eine bespielbare Fläche für die zahlreichen Kongress-Besucher und die Bevölkerung zur Verfügung. Eine grossflächige Verglasung betont die Akzentuierung der ineinander greifenden Körper und ermöglicht eine gleichmässige, natürliche Belichtung.
Durch die Konzentration der unterschiedlichen Nutzungen an der Ostseite der Eishalle, soll eine Verdichtung erfolgen und allfällige Überlagerungen bzw. Synergien ermöglicht werden. Die Freifläche im Süden der Parzelle soll für spätere institutionelle Bauvorhaben reserviert bleiben.
Organisation/Betrieb
Im östlichen Bereich der Mantelnutzung befindet sich im Erdgeschoss der öffentlich zugängliche Eingang für Arosa Tourismus. Touristen betreten die Eingangs- und Schalterhalle und werden am Infodesk bedient.
Im Neubau werden Besucher für Kongress und Seminar im grossen Eingangsfoyer empfangen. Seminarräume und Cateringservice schliessen an das Foyer an, welches Raum für unterschiedliche Nutzungsszenarien bietet. Über eine Erschliessungszone mit offener Treppe, Fluchttreppe und zwei Aufzügen für Personen- und Warentransport, wird der Kongresssaal im 1. Obergeschoss erschlossen. Auf derselben Ebene ist die Infrastruktur untergebracht. Toilettenanlagen, Künstlergarderoben, Stuhllager und eine VIP Loge mit Blick auf das Eisfeld, liegen am Aufenthaltsbereich. Im 2. Obergeschoss befindet sich das natürlich belichtete Grossraumbüro für Arosa Tourismus. Das Stadiondach überragend, sind weitere Seminarräume im 3. Obergeschoss vorgesehen.
Der Eingang der Zuschauer wird in der Aussenhülle laut Wettbewerbsvorgabe belassen und lediglich neu materialisiert und optimiert. Eine Treppenanlage erschliesst die Spielergarderoben im Untergeschoss, sowie die Tribünen, die sich neu alle auf derselben Ebene befinden. Somit schafft man aus dem Event-Zuschauen eine Einheit, mit Aufenthaltsbereichen oberhalb der Garderoben im 1.Obergeschoss.
Materialien
Im Aussenraum dominieren Beton und verspiegeltes Glas den Neubau. Im Innenraum kontrastieren sich heller Sichtbeton, dunkles Metall und helle Holzeinbauten, sowie homogene Bodenbeläge. Der Vorplatz ist mit mineralischem Untergrund gestaltet.






Heydi Dokumentation