2009-2012 | Projektierung | Ausführungsplanung | Bauleitung
Bauherrschaft: Erbengemeinschaft Rudolf Bär
Bauingenieur: S+K Bauingenieure SIA USIC, Winterthur
HLKS-Ingenieur: Kempter+Partner, St. Gallen
Elektroingenieur: puk GmbH, Winterthur
Landschaftsarchitekt: Thomas Steinmann, Winterthur
Visualisierungen: Juliovision, Zürich
Ausgangslage
Die Erbengemeinschaft R.Bär wünscht eine nachhaltige, qualitativ hochstehende Überbauung, die unter den 3 Erben gerecht aufgeteilt werden soll.
Die 7780m2 grosse Parzelle befindet sich in Seen und wird westlich von der Weizackerstrasse und östlich von der Kirchackerstrasse aufgespannt.
Nördlich wird sie begrenzt durch drei 3-geschossige Blöcke, südlich durch einen 40m langen Reihenhäuser-Riegel.
Die Parzelle weist ein Gefälle von durchschnittlich 10% auf.
Situation
Die Gebäude sind sowohl dem Lichtverlauf als auch dem natürlichen Terrainverlauf entlang optimal ausgerichtet.
Die Volumen wurden so verdichtet, dass sie in ihrem Inneren einen halb-privaten Park bilden mit einer maximierten Grünfläche.
Das Gebäude wird mehrmals geknickt, um dessen Länge optisch zu reduzieren. Dadurch, dass die Volumen mit der schmalen Stirnseite an die Nachbarsparzelle grenzen, bleibt den Nachbarn die Aussicht ins Grüne und die damit verbundene Qualität bestehen.
Park
Der Gehweg ist rollstuhlgängig, aus Ortsbeton-Platten und erschliesst sämtliche Eingänge.
Die Chaussierung fasst die Aufenthaltszonen und die Spielplätze.
Vor jeder EG-Wohnung ist nebst dem Gartensitzplatz (Belag aus Naturstein) ein Rasen-Streifen von mind. 3m vorgesehen. Das Gefälle wird mit einer Wiesenböschung aufgenommen.
Velos und Kinderwagen werden in eigens dafür konzipierte Häuschen untergebracht.
Der Hauseingang ist gedeckt, voll verglast und in unmittelbarer Nähe platziert.
Die Besucher fahren die Parzelle von der Weizackerstrasse an und parken oberirdisch auf Rasensickersteine.
Die Bewohner fahren in die 2000m2 grosse Tiefgarage, dessen Eingang sich am Ende der Kirchackerstrasse befindet.
Wohnen
Zwei Treppenhauskerne erschliessen über 2 Vollgeschosse gesamthaft jeweils 17 Mietwohnungen.
Der Mix variiert zwischen 2.5 und 5.5 Zi.-Wohnungen. Das Attikageschoss fasst drei 4.5-Zi.-Wohnungen.
Das Prinzip geht durch alle Wohnungen hindurch:
- Eingang mit Garderobe
- Küche als Schnittstelle zwischen öffentlich und privat
- nach Osten hin sind die Schlafzimmer ausgerichtet
- nach Westen Essen/Wohnen/Balkon
- die Sanitärzellen bilden einen Kern in der Mitte
In der Attika wurde das System zugunsten einer grosszügigen Ost-West-Durchsicht geändert.
Die 2 Schlafzimmer bilden mit dem Bad die private Einheit. Der öffentliche Bereich erstreckt sich von Fassade zu Fassade und bildet einen Lichtdurchfluteten Raum, das in eine grosszügige Terrasse mündet.
Fassade
Sowohl der Dachrandabschluss wie auch der Sockel werden betont, um die Gebäude zu fassen.
Dazwischen heben die vertikalen Streifen die wellenförmige Bewegung der Fassade hervor.
Sämtliche Fenster haben eine tieferliegende Brüstung, um die Aussicht zu maximieren. Die Absturzsicherung wird mittels einer Glasscheibe vorgenommen.
Im Wohnzimmer sind breite Fenster vorgesehen mit Festverglasung und schmalem Flügel.
Die Balkone sind filigran abgestützt und mit Rauchglas im Brüstungsbereich vor Wind und Durchsicht geschützt.
Farbkonzept
Ein heller Putz gibt den Gebäuden den Grundton an.
Farbliche Akzentuierungen, in den Leibungen, Markisen und Liftkerne, in diversen Grün/Gelb-Tonalitäten geben den einzelnen Gebäuden ihre Identität.



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